{"id":582,"date":"2016-01-10T18:29:34","date_gmt":"2016-01-10T17:29:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.christianskochstudio.at\/homepageneu\/?p=582"},"modified":"2016-01-10T18:29:34","modified_gmt":"2016-01-10T17:29:34","slug":"schweinekotelett-mit-petersilienerdaepfel","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.christianskochstudio.at\/homepageneu\/schweinekotelett-mit-petersilienerdaepfel\/","title":{"rendered":"Schweinekotelett mit Petersilienerd\u00e4pfel"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img src=\"http:\/\/www.christianskochstudio.at\/pictures\/kotelett.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Schweinefleisch um 2,50 Euro pro Kilo&#8220; &#8211; so werben noch heute viele Superm\u00e4rkte. Ab den Siebzigerjahren lautete die Devise in der Schweinezucht: Hauptsache viel und preiswert. Aus der einstigen Delikatesse Schwein wurde ein fades, industriell hochgez\u00fcchtetes, billiges Massenprodukt ohne Charakter, ohne Seele und ohne Geschmack.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bereits vor mehr als 10.000 Jahren wurde das Wildschwein domestiziert und damit zum Hausschwein. Anders als Rinder, die zumeist zur Arbeit verwendet wurden, oder Schafe, deren Milch und Wolle man sch\u00e4tzte, wurde das Schwein bereits in der Antike ausschlie\u00dflich zur Fleischproduktion gez\u00fcchtet. Die R\u00f6mer waren geradezu fanatische Schweinefleischesser und sie waren auch die Ersten, die mit der professionellen Herstellung von Schinken und Wurstwaren begannen. Das Sp\u00e4tmittelalter war schlie\u00dflich die Zeit der Spanferkel, die bei keinem wichtigen Fest fehlen durften.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bis zum 18. Jahrhundert wurden haupts\u00e4chlich halbwilde, domestizierte Schweinerassen gez\u00fcchtet und verspeist. Im 19. Jahrhundert kam es dann zu verschiedenen Einkreuzungen anderer Rassen, aus denen zwei ber\u00fchmte Schweinerassen entstanden sind: das Schw\u00e4bisch-H\u00f6llische Landschwein und das Mangalitza-Schwein. Beide haben ein sehr aromatisches Fleisch und eine dicke Fettschicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Qualit\u00e4tsverlust bahnte sich im ausgehenden 19. Jahrhundert an, als die rosafarbenen englischen Schweinerassen auf den Kontinent kamen. Sie waren aus einer Kreuzung von heimischen Hausschweinen und importierten Tieren aus Ostasien entstanden &#8211; mit dem Ziel, m\u00f6glichst schnelles Wachstum und einen hohen Speckanteil zu erreichen. Aufgrund ihrer raschen Gewichtszunahme wurden sie immer beliebter und verdr\u00e4ngten die heimischen Rassen, die wesentlich langsamer heranwuchsen. Hinzu kam, dass man ab 1950 damit begann, den Schweinen das Fett regelrecht wegzuz\u00fcchten. Dies f\u00fchrte zu den traurigen Hungerschweinen, deren geschmackloses Fleisch (denn ohne Fett kein Geschmack) die Regale der Gesch\u00e4fte und Superm\u00e4rkte f\u00fcllte &#8211; und vielfach bis heute f\u00fcllt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch abseits der Billigfleischproduktion gewinnen alte, heimische Rassen wieder an Bedeutung, und auch die Massentierhaltung ist &#8211; zumindest in \u00d6sterreich &#8211; nicht mehr das Ma\u00df aller Dinge.<br \/>\nSchweinefleisch steht bei \u00f6sterreichischen und deutschen Konsumenten hoch im Kurs. Fast zwei Drittel des in \u00d6sterreich konsumierten Fleisches stammt vom Schwein. Statistisch gesehen werden im Durchschnitt pro Person 41 Kilo pro Jahr verdr\u00fcckt, in Deutschland sind es mit 40 Kilogramm nicht viel weniger. Und der Bedarf steigt von Jahr zu Jahr. 2010 wurden in Deutschland immerhin 58 Millionen Schweine geschlachtet. In \u00d6sterreich sind es j\u00e4hrlich mehr als f\u00fcnf Millionen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nur rund ein Prozent aller Schweine hat in \u00d6sterreich und Deutschland das Gl\u00fcck, in Freilandhaltung zu leben. Das Positive dabei: Die Tendenz ist steigend.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(Der Artikel erschien im Falstaff Nr. 1\/2011.)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zutaten f\u00fcr 2 Personen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2 Schweinekoteletts<br \/>\n2-3 St\u00fcck mittlere Erd\u00e4pfel pro Person<br \/>\n1 Bund Petersilie<br \/>\n200 ml Rindssuppe<br \/>\n\u00d6l<br \/>\nButter<br \/>\nSalz<br \/>\nPfeffer aus der M\u00fchle, schwarz<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1. Erd\u00e4pfel pellen, vierteln und 20 Minuten kochen.<br \/>\n2. \u00d6l erhitzen und das Schweinekotelett ca. 4 Minuten pro Seite (auf Stufe 7 aus 10) braten, dann herausnehmen, den Bratenr\u00fcckstand mit Suppe aufgie\u00dfen und frisch gehackte Petersilie dazugeben. Die Sauce aufkochen lassen.<br \/>\n3. Die Erd\u00e4pfel in eine Pfanne mit Butter und sehr viel Petersilie geben und einmal durchschwenken.<br \/>\n4. Das Schweinekotelett mit den Erd\u00e4pfeln und mit der Sauce auf vorgew\u00e4rmten Tellern servieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Schweinefleisch um 2,50 Euro pro Kilo&#8220; &#8211; so werben noch heute viele Superm\u00e4rkte. Ab den Siebzigerjahren lautete die Devise in der Schweinezucht: Hauptsache viel und preiswert. Aus der einstigen Delikatesse Schwein wurde ein fades, industriell hochgez\u00fcchtetes, billiges Massenprodukt ohne Charakter, ohne Seele und ohne Geschmack. Bereits vor mehr als 10.000 Jahren wurde das Wildschwein domestiziert &hellip; <a href=\"http:\/\/www.christianskochstudio.at\/homepageneu\/schweinekotelett-mit-petersilienerdaepfel\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Schweinekotelett mit Petersilienerd\u00e4pfel<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[12,1],"tags":[39,172,92,198,199],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.christianskochstudio.at\/homepageneu\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/582"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.christianskochstudio.at\/homepageneu\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.christianskochstudio.at\/homepageneu\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.christianskochstudio.at\/homepageneu\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.christianskochstudio.at\/homepageneu\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=582"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.christianskochstudio.at\/homepageneu\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/582\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":583,"href":"http:\/\/www.christianskochstudio.at\/homepageneu\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/582\/revisions\/583"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.christianskochstudio.at\/homepageneu\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=582"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.christianskochstudio.at\/homepageneu\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=582"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.christianskochstudio.at\/homepageneu\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=582"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}