Schlagwort-Archiv: Chili

Bohneneintopf

Laute Pfürze stinken nicht,
aber die leisen, butterweichen,
die sich durch die Hosen schleichen,
Mensch, vor denen hüte dich,
denn die stinken fürchterlich!

Zutaten für 2 Personen:

1/2 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
2 kleine Dosen Kidneybohnen (Gesamtgewicht 400 g)
1 Dose geschälte und geviertelte Paradeiser
Öl
Weißwein zum Ablöschen
Suppe zum Aufgießen
Basilikum
Bohnenkraut
Salz
Pfeffer aus der Mühle (schwarz)
Chili

1, Zwiebel aus der Mitte in Spalten schneiden, den Strunk vom Knoblauch entfernen, klein schneiden und mit der Zwiebel kurz in heißem Öl anschwitzen. Mit Weißwein ablöschen, mit Suppe aufgießen, mit Salz und Pfeffer würzen.
2, Paradeiser dazugeben, Basilikum und Bohnenkraut fein schneiden, ebenfalls in den Topf und ca. 10 Minuten köcheln lassen.
3, Bohnen dazu, 5 Minuten mitköcheln lassen, abschmecken und ein wenig Chili dazu.
4, Die Pfurzerparty kann beginnen. Moizeit!

Penne all’arrabbiata

Ein Aphrodisiakum (Aphrodisia: Fest der Göttin, der Liebe und der Fruchtbarkeit, Aphrodite) ist ein anregendes Mittel, um das sexuelle Lustempfinden zu wecken oder zu verstärken.

Aphrodisische Mittel sind u. a.:

Obst: Avocado, Banane, Erdbeere, Dattel
Gemüse: Radieschen, Sellerie, Petersilie, Spargel, Kren, Basilikum, Knoblauch
Kerne: Kürbiskern, Mandeln, Pinienkern
Gewürze: Ginseng, Safran, Muskatnuss, Ingwer, Chili, Pfeffer, Zimt, Vanille, Thymian
Düfte: Patschuli, Ylang-Ylang, Jasmin, Moschus, Kardamom…
Andere Lebensmittel: Kaviar, Austern, Kakao, Schokolade, Senf, Mohn, Wein
Es ist augenscheinlich, dass auf der Liste mehrere pikante Mittel stehen.
Die Regel scheint wahr zu sein: Was scharf schmeckt, macht auch scharf!
Der Name der Penne all’arrabbiata trägt in sich die Möglichkeit, dass es um eine scharfe Küchenkreation geht: das Gericht wird „zornig, leidenschaftlich“ zubereitet mit Paradeisern ( in Amerika gehören sie zu den Aphrodisiaka und nennen sich Liebesäpfel) und viel Chili; serviert werden die Nudeln mit Pecorino, einem salzig-scharfen Schafkäse.

Zutaten für 2 Personen:

Penne
2 Knoblauchzehen
1 Zwiebel
1 Chilischote
10 dag Speck
3 Paradeiser
Öl
Salz
wenig Suppe
halber Bund Petersilie
1 Schuss trockener Weißwein
Käse

1. Das Öl erhitzen, Knoblauch schneiden und leicht dünsten.
2. Die feingeschnittene Zwiebel dazugeben und mitrösten.
3. Die Paradeiser in kleine Würfel schneiden und zergehen lassen.
4. Den Speck in Streifen schneiden und ebenfalls in der Pfanne mitrösten.
5. Mit wenig Weißwein ablöschen, mit 100 ml Suppe aufgießen und einkochen.
6. Mit feingeschnittenem Chili würzen.
7. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und gut unter die bissfest gekochte Pasta mischen.
8. Mit Petersilie und/oder frisch geriebenen Käse servieren.

Chili con Carne

Die Scoville-Skala ist eine Skala zur Abschätzung der Schärfe von Früchten der Paprikapflanze.
Der Wert ist abhängig vom Anteil des in der getrockneten Frucht enthaltenen Capsaicins, eines Alkaloids, welches Schmerzrezeptoren der Schleimhäute reizt und somit die Schärfeempfindung auslöst.
Paprika ohne feststellbare Schärfe haben somit den Scoville-Grad 0, reines Capsaicin würde nach heutigem Kenntnisstand (je nach Quelle) zwischen 15.000.000 und 16.000.000 Scoville entsprechen. Das so beschriebene Verfahren hatte jedoch einige bedeutende Einschränkungen: Zum einen besitzt jeder Mensch eine unterschiedliche Toleranz gegenüber Capsaicin, zum anderen wird durch ständige Capsaicinaufnahme diese Toleranzschwelle heraufgesetzt. Somit ist für das Ergebnis nicht nur die Auswahl der Probanden ausschlaggebend, sondern auch, wie viele Einzeltests bereits mit einem einzelnen Probanden durchgeführt wurden.
Einfach ausgedrückt wird das Verhältnis zwischen zu bestimmender und zur Verdünnung verwendeter Flüssigkeit (i. d. R. Wasser) festgestellt. Das bedeutet, dass z. B. für einen Milliliter reinen Capsaicins 15 – 16 Millionen Milliliter Wasser (Scoville) (= 15.000 Liter = 15 m²) benötigt werden, um keine Schärfe mehr festzustellen. (1)

In unserer Nähe gibt es ein Lokal, wo man Schinken-Käse Toasts mit sechs verschiedenen Schärfegraden bestellen kann.
Der 1er ist ein klassischer Schinken-Käse Toast, der 3er ist schon eine Gaudi, aber der 5er! Zu viert (!) haben wir ihn in 3 Etappen in einer Stunde geschafft. In der Zwischenzeit – getränt, geschwitzt, geschnauft, manchmal Schüttelfrost gehabt, geschneuzt, getrunken (was überhaupt nichts hilft, aber man muss irgendetwas gegen die Schmerzen tun, es ist brutal!) und natürlich um Hilfe gebetet :)
Und der nächste Tag…
Naja, ihr könnt es euch sicher gut vorstellen: der Toast brennt zweimal!

Unser neues Gericht ist nicht ganz so scharf, hat aber auch einen leichten Nachteil, die alle Gerichte haben, die mit Bohnen zubereitet sind. Unbedingt bei offenen Fenstern schlafen, um nicht den Respekt vor seinem Partner zu verlieren !

Zutaten für 4 Personen:

1 große Zwiebel
3 Knoblauchzehen
1 roter und 1 grüner Paprika
400 g rote Bohnen (2 kleine Dose)
200 g Mais (1 Dose)
1 Chilischote
400 g Paradeiser, geschält (aus der Dose)
4 EL Rapsöl
600 g Rindsfaschiertes
1 EL Paradeismark
1/2 l Rindsuppe
Salz
Pfeffer aus der Mühle, schwarz

1. Den Topf mit dem Öl auf den Herd stellen und die feingehackte Zwiebel anschwitzen. Nach und nach Faschiertes dazugeben und gut durchrösten bis die komplette Flüssigkeit verdampft ist.
2. Paradeismark und die feingeschnittenen Paradeiser dazugeben.
3. Mit Suppe aufgießen, 20 Minuten köcheln lassen.
4. Mit Salz, Pfeffer und Knoblauch (feingehackt und zerdrückt) würzen.
5. Die feingeschnittene Chilischote ohne Kerne, die Bohnen, den Mais und die Paprikawürfel dazugeben und weitere 20 Minuten zugedeckt leicht köcheln lassen.
6. Des wird a Spaß am nächsten Tag!

Quelle: (1)