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Tiroler Gröstl Deluxe

Franzobel: Blunzengröstl

Blunzengröstl essen, Kistlbrunzen müssen,
Brunzengröstl essen, Blunzenkistl müssen,
Blunzen brunzen, Gröstlkistl essen müssen,
Brunzen blunzen, Kistl müssen Gröstl essen,
Blunzen essen, brunzen müssen, Köstl. Köstl.

Zutaten für 2 Personen:

5 mittelgroße Erdäpfel, festkochend
180 g Rindslungenbraten, in Streifen geschnitten
2 Eier
Butter
1 Zwiebel
Petersilie
Salz
Pfeffer (schwarz, aus der Mühle)
(Kümmel)

1. Die Erdäpfel ca. 25 Minuten kochen, abkühlen lassen, anschließend von der Haut befreien.
2. Pfanne mit Butter überstellen (mittlere Hitze) und die aus der Mitte geschnittenen Zwiebel anrösten.
3. Die blättrig geschnittenen Erdäpfel dazu und geduldig weiterrösten bis sie knusprig werden.
4. Mit Salz, Pfeffer, (Kümmel) und Petersilie würzen.
5. In der Zwischenzeit in einer gesonderten Pfanne die Rindsfiletstreifen scharf anbraten und zum Gröstl geben.
6. In einer separaten Pfanne die Spiegeleier braten und auf dem Gröstl servieren.

Tafelspitz

Wir schreiben oft darüber, wie wichtig die Qualität des Fleisches ist.

An welches Rind denken wir unweigerlich, wenn wir an Spitzenqualität denken? Es ist bestimmt das Kobe Rind.

Früher war das Kobe Rind in Japan ein Lasttier und ist irgendwann an Altersschwäche gestorben – die Japaner haben das Fleisch verschmäht. Es musste erst ihr Kaiser im Jahr 1867 öffentlich Fleisch essen, damit sie die Qualität des Fleisches zu schätzen wissen; sie sind genetisch so aufgebaut, dass ihr Körper zur harten Arbeit Fett bildet, was in den Muskeln gleichmäßig gelagert ist, aber auch schnell wieder verbrennt. Heutzutage passiert dasselbe: das Fett sammelt sich nicht unter der Haut, sondern es marmoriert gleichförmig das Fleisch, welches deswegen einen süßlichen Geschmack bekommt.

In Süd-Japan, in der Region Kobe wurden maximal 5-10 Rinder pro Familie gezüchtet und sie können davon sehr gut leben. Die Rindvieher leben fast besser als die High Society. Sie haben ein bewegungsarmes Leben, nicht so, wie ihre Vorgänger. Sie werden jeden Tag stundenlang mit speziellen Handschuhen massiert, so entspannen ihre Muskeln und ihr Fett verteilt sich gleichmäßig. Ihre Haare werden regelmäßig mit Sake gespritzt, deswegen glänzen sie so strahlend schwarz. Neben dem Spezialfutter bekommen sie täglich zwei Liter Bier zum Trinken. Ich kann mir gut vorstellen, was für eine gute Laune ständig im Stall herrscht – quasi eine Moadsgaudi!

Nach 30 Monaten, mit ca. 700 kg kommt dann der traurige Abschied vom Luxusleben und der lange Weg zum Beispiel nach Europa in die Spitzenrestaurants. (1)

Und was isst man in Österreich? Was isst man in Wien? „In den Fleischtöpfen Wiens wird das Wiener Rindfleisch zubereitet, das einzige delikate, mürbe, saftige, unübertreffliche, herrliche, geliebte, heiß ersehnte Wiener Rindfleisch.“ – steht in einem alten Reisebericht und auf der Homepage des berühmtesten Tafelspitzrestaurants Plachutta.

Schau ma mal, was man zu einem leckeren Tafelspitz – neben einem guten Teilstück aus der Hüfte des Rindes – braucht!

Der erste Schritt ist: eine Rindsuppe mit Tafelspitz fertig kochen. Ihr findet das Rezept HIER.

Beilagenempfehlungen:

Schnittlauchsauce

Zutaten für 2 Personen:

2 Eier
eine ganz kleine Zwiebel
1 TL Dijon Senf
1 TL Staubzucker
1/8 L Maiskernöl
1 großes Essiggurkerl (süß-sauer)
1 Bund Schnittlauch
2 cl Essiggurkerlsaft
Salz
Pfeffer aus der Mühle (schwarz)

1. 1 Eidotter, Staubzucker und Dijon Senf mit dem Schneebesen verrühren.
2. Beim ständigen, schnellen Rühren langsam Öl eingießen.
3. Die Mayonnaise ist fertig.
4. 1 Ei hart kochen (15 Minuten).
5. Eidotter und Eiweiß trennen.
6. Eidotter mit der Gabel zerdrücken und in eine Schüssel geben.
7. Das gekochte Eiweiß in kleine Würfeln schneiden und zum Eigelb geben.
8. Die fein gehackten Zwiebel und die klein geschnittenen Essiggurkerl dazugeben.
9. Salzen, pfeffern, gut verrühren.
10. Mit der Mayonnaise vermischen.
11. 2 cl Essiggurkerlsaft dazugeben.
12. Schnittlauch fein schneiden und einmal alles gut durchrühren.
13. WICHTIG: 3 Stunden ziehen lassen!!!
14. Das HIGHLIGHT ist fertig! :)

Braterdäpfel

Zutaten für 2 Personen:

Pro Person 2-3 kleine/mittlere fest kochende Erdäpfel
Butter

1. Erdäpfel kochen (30 Minuten).
2. Erdäpfel aus dem Wasser nehmen und auskühlen lassen.
3. Pellen und in Scheiben schneiden.
4. Erdäpfel in einer Pfanne mit Butter, bei mittlerer Hitze, auf beiden Seiten knusprig braten.
5. WICHTIG: Geduld haben, jede Seite 3-4 Minuten lang anbraten und nur einmal wenden, nicht ständig schauen, ob sie schon fertig sind!

Apfelkren

Zutaten für 2 Personen:

1 saurer Apfel
ein bisschen Kren
paar Tropfen Zitronensaft

1. Apfel und Kren fein reiben.
2. Zu drei Teilen Apfel einen Teil Kren geben und gut vermischen.
3. Zitronensaft dazugeben und verrühren.

Zum Tafelspitz kann man noch verschiedenen Beilagen servieren, zum Beispiel: Petersiliensauce, Salzerdäpfel, Karotten, Spinat oder Rotkraut.

(1) http://buvosszakacs.blog.hu/2007/08/03/tafelspicc_es_tarsai

Sugo Bolognese

Kochen ist Chemie – sagen die Vertreter der Molekularküche.
Warum schmecken uns manche Gerichte und andere gar nicht? Welche Zutaten harmonieren miteinander? Beeinflussen uns beim Essen Erinnerungen aus unserer Kindheit? Chemiker und Aromaforscher suchen die Antworten und finden oft interessante und/oder überraschende Kombinationsmöglichkeiten, die grausig klingen, aber wirklich gut schmecken. Es schaut so aus, dass es funktioniert und die Leute lieben diese Kreationen, weil der englische Heston Blumenthal, der diese Forschungen gestartet hat, in kurzer Zeit drei Michelin Sterne gesammelt hat. Er serviert Gänseleber mit Kamille, Sardinien- oder Senfeis, Tomatenmarmelade mit Kaffee und Pfeffer, oder Zitronentee in Geleeform. Er hat sich auch etwas zum Spaghetti Bolognese ausgedacht: er röstet die Zwiebel mit Sternanis an, daraus entsteht eine chemische Reaktion, demzufolge das Fleisch im Sugo intensiver schmeckt. Er übertreibt es aber manchmal ein bisschen: nach seinem Rezept braucht man 29 Zutaten für Spaghetti Bolognese…
Ich habe nur 10 Zutaten verwendet und glaube, dass das Gericht ohne Sternanis und Gewürznelken auch schmecken kann.
Das Grundrezept ist von meiner Ex-Schwiegermama, Frau Ludmilla Fuchs.

Zutaten:

1 kg Rindsfaschiertes
Öl
3 Zwiebel
2-3 Paradeiser
1 grüner Paprika
2 Tuben Paradeismark
3-4 Knoblauchzehen
Rindsuppe
(frische) Gewürze: Oregano, Basilikum
Salz, Pfeffer aus der Mühle (schwarz)
Nudeln
Parmesan
Petersilie

1. Die fein geschnittenen Zwiebel in Öl anschwitzen.
2. Die geschnittenen Paradeiser dazugeben und zergehen lassen.
3. Die in Würfel geschnittenen Paprika anschwitzen.
4. Das Rindfleisch dazugeben und gut durchrösten, so lange, bis keine Flüssigkeit mehr im Topf ist.
5. Paradeismark dazumischen, 1-2 Minuten durchrösten.
6. Die Mischung mit warmer Rindsuppe aufgießen, durchrühren, auf kleiner Flamme köcheln lassen.
7. Erst jetzt kräftig mit Salz und Pfeffer würzen, Knoblauch zur Paste rühren, Oregano und Basilikum dazugeben.
8. Geduld haben! 2 Stunden lang immer wieder rühren und köcheln lassen, rühren und köcheln lassen…
9. Nudeln bissfest kochen.
10. Mit frisch geriebenem Parmesan und frisch gehackter Petersilie servieren.
11. Man kann das übrig gebliebene Sugo ruhig einfrieren: ein Joghurtbecher ist genau eine Portion.

Tipp:
Es ist praktisch, wenn man eine große Menge kocht, das Sugo schmeckt dann besser. Den Rest kann man in Joghurtbechern (1 Becher ist genau eine Portion für eine Person) einfrieren.
Die fein gehackten und gut verkochten Zwiebeln sind unsichtbar im Sugo. Es ist praktisch, wenn man ein Kind hat, das keine Gerichte isst, in denen Zwiebel ist und trotzdem Spaghetti Bolognese liebt… Ich denke an meine Tochter Gloria :)

Rindsgulasch

Obwohl die ungarische Gastronomie noch in den Kinderschuhen steckt, war Christian Meyer, der Kontrolltester des Gault Millau schon vor drei Jahren sehr zuversichtlich. Er meint, dass das kleine Land zehn Jahre braucht, um mehrere Haubenrestaurants zu haben, aber die Basis zur Entwicklung ist offensichtlich da: mehrere Gerichte der ungarischen Küche sind schon weltweit berühmt und beliebt, zum Beispiel das Gulasch. Der Begriff Gulyás wird in Ungarn für eine Suppe benutzt, aber das international verwendete Wort Gulasch heißt in Ungarn Pörkölt.
Das erste Gulasch-Rezept erschien in einem Prager Kochbuch im Jahr 1819 und verbreitete sich schnell in den umliegenden Ländern.
Das Wiener (Saft)Gulasch ist in der österreichischen Küche ein klassisches, aber auch ein neudefiniertes Gericht in mehreren Variationen: das üppige Fiakergulasch, das Esterházy-Gulasch mit Sauerrahm, das Andrássy-Gulasch mit Haluschka, das Debrecziner Gulasch mit Würstel oder das Bauerngulasch (Rindsgulasch mit Knödeln), was heute unser Rezept ist.
Das Grundrezept ist vom Haubenkoch Willibald Haider, in einigen Punkten habe ich das Rezept geändert: ich verwende kein Schweineschmalz, sondern Öl und gebe auch in kleine Würfel geschnittenen roten Paprika dazu.
Beim Gulasch ist wichtig, dass man gleich große Mengen kocht: nach der alten Tradition schmeckt das Gulasch umso besser, je öfter es erwärmt wird, weil das Fleisch durch das lange Warmhalten immer mehr Geschmack bekommt.

Zutaten:

1 kg mageres Rindfleisch
1 l Rindsuppe (Wasser)
75 dag Zwiebel
Maiskernöl
2 EL Paradeismark
3 EL Paprikapulver (edelsüß)
Salz, Pfeffer aus der Mühle (schwarz)
2 Lorbeerblätter
1 TL Kümmel
Majoran
2 Knoblauchzehen
1/2 Chilischote
1 roter Paprika

1. Öl in einem großen Topf erhitzen.
2. Fein geschnittene Zwiebel dazugeben.
3. Zwiebel unter ständigem Rühren goldgelb rösten, die in Würfel geschnittenen roten Paprika dazugeben, verrühren und mitrösten.
4. Paradeismark zugeben, gut verrühren und den Topf von der Herdplatte nehmen.
5. Paprikapulver einstreuen und ca. 2 Minuten gut verrühren.
6. Mit ca. 1 Liter Rindsuppe aufgießen und ca. 1/2 Stunde köcheln lassen.
7. Gewürze beigeben (Thymian, Chili, Lorbeerblätter, Kümmel, Knoblauch), abschmecken und weiterköcheln lassen.
8. In der Zwischenzeit das Fleisch würfelig schneiden und danach salzen und pfeffern.
9. Das Fleisch zum Gulaschansatz geben und im offenen Topf mindestens 3 Stunden dünsten, bis das Fleisch weich und das Gulasch eine sämige Konsistenz hat.
10. Mit Knödel oder Püree servieren.

Rindsfiletsteak

Heute gibt es Steak. FLEISCH!!
Ihr müsst umsichtig einkaufen, auf die Qualität achten und in diesem Fall hat Qualität ihren Preis (mit Euro 6,- bis 8,- pro Person muss man rechnen).
Beim Braten kann auch einiges schief gehen: man kann nie 100 % sicher sein, wie das Fleisch innen ausschaut. Normalerweise gibt es drei Arten, das Fleisch zu servieren: „rare“ (blutig), „medium“ (rosa) und „well done“ (durchgebraten). Perfekt ist ein Rindsfiletsteak, wenn es medium gebraten ist. Es gibt mehrere Ideen, wie man diesen Zustand erreichen kann, zum Beispiel pro Seite 2 Minuten anbraten, dann im Ofen bei 160 Grad einige Minuten fertig ziehen lassen.
Ich mache es folgendermaßen: pro Seite und pro cm 1 Minute in Öl anbraten, dann bei 100 Grad pro Seite und pro cm 1 Minute im Rohr garen.
Serviert wird es auf warmen Tellern und dazu ein kräftiger Rotwein.
Wenn ihr euch an diese kleinen Tipps haltet, könnt ihr leider noch kein Steakhouse eröffnen, aber der größte Schritt zum perfekten Steak ist bereits gemacht!

Zutaten:

1 Rindslungenbratensteak pro Person (ca. 3 cm Stärke, 150-200 g pro Person, ohne Sehnen, schön geputzt)
10 dag Eierschwammerl pro Person
1 Zwiebel
Rindsuppe
Weißwein
1 Becher Schlagobers
1 Bund Petersilie
1 mittlerer Erdapfel pro Person
Öl
Butter
Salz, Pfeffer aus der Mühle (schwarz)

Sauce:
1. Zwiebel in Würfel schneiden und in heißem Öl anschwitzen.
2. Sauber geputzte und halbierte Eierschwammerl dazugeben und scharf anrösten. Unbedingt das austretende Wasser komplett verdunsten lassen. Solange scharf anbraten, bis sie Farbe nehmen.
3. Mit trockenem Weißwein ablöschen. Es wird ordentlich zischen, wenn der Alkohol verdampft.
4. Geduld haben! Warten, bis die komplette Flüssigkeit verschwunden ist.
5. Mit Rindsuppe aufgießen und auf die Seite stellen. Später, vorm Servieren mit Schlagobers aufgießen und leicht köcheln lassen, bis der Schlagobersgeschmack verschwindet.

Erdäpfelgratin:
1. In der Zwischenzeit können wir die fest kochenden Erdäpfel schälen und mit der Brotmaschine in 2 mm Scheiben schneiden, im kalten Wasser waschen.
2. Die Erdäpfel mit der Küchenrolle gut trocknen und auf einen großen, flachen Teller auslegen.
3. Salzen, pfeffern, mit Schlagobers bedecken.
4. Bei 180 Grad Celsius Oberhitze 20 Minuten ins Rohr.

Steak:
1. Das Fleisch putzen, Fett entfernen.
2. Auf einer Seite salzen und pfeffern, auf der gewürzten Seite pro cm eine Minute (in diesem Fall sind die Steaks 3 cm dick, also 3 Minuten pro Seite) im Öl (mit ein bisschen Butter gemischt) anbraten (Stufe 7 aus 10).
3. In der Zwischenzeit auch die andere Seite würzen und wieder 3 Minuten anbraten.
4. Das Fleisch in Alufolie packen, pro Seite und cm 1 Minute bei 100 Grad ins Rohr hineinlegen (2 Seiten x 3 cm, also 6 Minuten in diesem Fall).
5. Sauce mit dem Bratrückstand mischen, fein gehackte Petersilie dazugeben und servieren.

Weinempfehlung: Pinot Noir von Juris

Lasagne al forno

Wer kennt das traditionelle italienische Gericht nicht? Besser gesagt: das traditionelle englische Gericht. Es ist kein Fehler: britische Forscher sagen, dass Lasagne aus England, aus dem 14. Jahrhundert stammt, weil ein geschichtetes, mit Käse überbackenes Nudelgericht schon in einer Rezeptsammlung (Forme of Cury) von König Richard des II. als „loseyns“ beschrieben wurde. Die Italiener verbitten es sich und sie haben bewiesen, dass ein offizieller Lasagne-Hersteller schon im Jahr 1316 gelebt hat.
Was sicher ist: das Wort „lasagne“ bedeutet Nachttopf, weil Frauen das Gericht früher (und in Italien immer noch) schon am Abend vorbereitet haben, der Topf ist dann in der Früh in den Ofen gekommen, wo das Essen bis zum Abend den perfekten Geschmack erreicht hat.
Lasagne besteht normalerweise aus vier Grundelementen: hausgemachte Nudelplatten, Fleischsauce, Bechamel und frisch geriebenem Parmesan. Ich lasse Mehl aus meinen Gerichten weg, wenn es möglich ist, deswegen wird Lasagne in meiner Küche ohne Bechamel zubereitet.

Zutaten für 2 Personen:

Lasagneblätter
30 dag mageres Rindsfaschiertes
10 dag Goudakäse
4 mittlere Paradeiser
1 große Knoblauchzehe
1 Zwiebel
1 roter Paprika
1 halber Bund Basilikum
Salz, Pfeffer aus der Mühle (schwarz)
(Chili)

1. Paradeiser und Paprika würfeln, Knoblauch in Stücke schneiden, Basilikum fein hacken.
2. Alles in einen Mixbecher geben, salzen, pfeffern und alles gut durchmixen. Die Grundbasis Tomatensauce ist fertig.
3. Zwiebel in kleine Würfel schneiden und mit dem Fleisch braun anbraten.
4. Sauce dazugeben und einmal aufkochen lassen.
5. Lasagneform nehmen und alles schichtweise ordnen: Fleisch – Nudelplatten – Fleisch – Nudelplatten – frisch geriebener Käse.
6. Im vorgewärmten Ofen 30-35 Minuten bei 180 Grad Celsius backen.

Fleischlaibchen mit Lauch-Karotten

Nach der öffentlichen Umfrage, die mit der Unterstützung der Wirtschaftskammer Österreich, Fachverband Gastronomie organisiert wurde und die die Meinung von 26.000 Leute zeigt, sind die Lieblingsgerichte in Österreich folgende:

Kategorie Vorspeise:

1. Frittatensuppe
2. Leberknödelsuppe
3. Grießnockerlsuppe

Kategorie Hauptspeise:

1. Wiener Schnitzel
2. Cordon bleu
3. Backhendl

Kategorie Nachspeise:

1. Kaiserschmarrn
2. Apfelstrudel
3. Tiramisu

In der Kategorie Hauptspeise haben auch die Fleischlaibchen eine noble Platzierung erreicht: nach dem Schweins- und Zwiebelrostbraten stehen sie auf dem 6. Platz.

Lasst uns braten!

Zutaten:

1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
Öl
Butter
1 Bund Petersilie
Majoran (frisch, wenn möglich)
1 dl Milch
2 Eier
50 g Semmelwürfel
1/2 Kilo Rindsfaschiertes
1 halber Lauch
2 große Karotten
Zucker
2 dl Suppe
1 TL Dijon Senf
Salz
Pfeffer aus der Mühle (schwarz)

1. Zwiebel, Knoblauch und den halben Bund Petersilie fein hacken, in Öl anschwitzen.
2. Majoran dazugeben.
3. In einem separaten Topf wenig Milch erwärmen, 2 Eier dazugeben, salzen, pfeffern und verquirlen.
4. 50 g Semmelwürfel in eine Schüssel geben, die Milch-Eier Mischung dazugeben. Die Würfel saugen die Flüssigkeit auf.
5. Die angeschwitzte Kräutermischung, 1 TL Dijon Senf und das Fleisch dazugeben und alles gut vermischen.
6. Die Masse rasten lassen.
In der Zwischenzeit:
7. Den halben Lauch halbieren und in Scheiben schneiden, in Butter anschwitzen.
8. Karotten schälen, in Scheiben schneiden und zum Lauch mischen.
9. Zucker dazugeben, 2 Minuten karamellisieren lassen.
10. Mit Suppe aufgießen, salzen, pfeffern.
11. Auf kleiner Flamme zugedeckt 20 Minuten köcheln lassen.
12. In eine Pfanne Öl und Butter geben, aus der Fleisch-Semmelwürfel-Kräuter Mischung Laibchen formen und langsam fertig braten (auf Stufe 7 aus 10).
13. Am Ende zu den Lauch-Karotten fein gehackte Petersilie mischen.
14. Servieren!
TIPP: Fleischlaibchen schmecken auch mit Erdäpfel-Gurken-Dill Salat hervorragend!

Chili con Carne

Die Scoville-Skala ist eine Skala zur Abschätzung der Schärfe von Früchten der Paprikapflanze.
Der Wert ist abhängig vom Anteil des in der getrockneten Frucht enthaltenen Capsaicins, eines Alkaloids, welches Schmerzrezeptoren der Schleimhäute reizt und somit die Schärfeempfindung auslöst.
Paprika ohne feststellbare Schärfe haben somit den Scoville-Grad 0, reines Capsaicin würde nach heutigem Kenntnisstand (je nach Quelle) zwischen 15.000.000 und 16.000.000 Scoville entsprechen. Das so beschriebene Verfahren hatte jedoch einige bedeutende Einschränkungen: Zum einen besitzt jeder Mensch eine unterschiedliche Toleranz gegenüber Capsaicin, zum anderen wird durch ständige Capsaicinaufnahme diese Toleranzschwelle heraufgesetzt. Somit ist für das Ergebnis nicht nur die Auswahl der Probanden ausschlaggebend, sondern auch, wie viele Einzeltests bereits mit einem einzelnen Probanden durchgeführt wurden.
Einfach ausgedrückt wird das Verhältnis zwischen zu bestimmender und zur Verdünnung verwendeter Flüssigkeit (i. d. R. Wasser) festgestellt. Das bedeutet, dass z. B. für einen Milliliter reinen Capsaicins 15 – 16 Millionen Milliliter Wasser (Scoville) (= 15.000 Liter = 15 m²) benötigt werden, um keine Schärfe mehr festzustellen. (1)

In unserer Nähe gibt es ein Lokal, wo man Schinken-Käse Toasts mit sechs verschiedenen Schärfegraden bestellen kann.
Der 1er ist ein klassischer Schinken-Käse Toast, der 3er ist schon eine Gaudi, aber der 5er! Zu viert (!) haben wir ihn in 3 Etappen in einer Stunde geschafft. In der Zwischenzeit – getränt, geschwitzt, geschnauft, manchmal Schüttelfrost gehabt, geschneuzt, getrunken (was überhaupt nichts hilft, aber man muss irgendetwas gegen die Schmerzen tun, es ist brutal!) und natürlich um Hilfe gebetet :)
Und der nächste Tag…
Naja, ihr könnt es euch sicher gut vorstellen: der Toast brennt zweimal!

Unser neues Gericht ist nicht ganz so scharf, hat aber auch einen leichten Nachteil, die alle Gerichte haben, die mit Bohnen zubereitet sind. Unbedingt bei offenen Fenstern schlafen, um nicht den Respekt vor seinem Partner zu verlieren !

Zutaten für 4 Personen:

1 große Zwiebel
3 Knoblauchzehen
1 roter und 1 grüner Paprika
400 g rote Bohnen (2 kleine Dose)
200 g Mais (1 Dose)
1 Chilischote
400 g Paradeiser, geschält (aus der Dose)
4 EL Rapsöl
600 g Rindsfaschiertes
1 EL Paradeismark
1/2 l Rindsuppe
Salz
Pfeffer aus der Mühle, schwarz

1. Den Topf mit dem Öl auf den Herd stellen und die feingehackte Zwiebel anschwitzen. Nach und nach Faschiertes dazugeben und gut durchrösten bis die komplette Flüssigkeit verdampft ist.
2. Paradeismark und die feingeschnittenen Paradeiser dazugeben.
3. Mit Suppe aufgießen, 20 Minuten köcheln lassen.
4. Mit Salz, Pfeffer und Knoblauch (feingehackt und zerdrückt) würzen.
5. Die feingeschnittene Chilischote ohne Kerne, die Bohnen, den Mais und die Paprikawürfel dazugeben und weitere 20 Minuten zugedeckt leicht köcheln lassen.
6. Des wird a Spaß am nächsten Tag!

Quelle: (1)

Rindsuppe

Es ist schon manchmal vorgekommen und bei vielen Rezepten trifft man immer wieder darauf, dass Rindsuppe bei verschiedenen Gerichten benötigt wird. Es ist praktisch, wenn man eine große Portion Suppe kocht und sie in Joghurtbechern (1 Becher ist genau eine Portion für eine Person) einfriert, so braucht man sie zum gegebenen Zeitpunkt nur herausnehmen und dann kann´s schon losgehen.
Das Rezept stammt vom Willibald Haider Haubenkoch.

Zutaten für 6 Portionen:

1,5 kg Tafelspitz
2 Markknochen
1 Zwiebel
3 große Karotten
1 Sellerie
1 Lauch
1 Bund Petersilie
10 schwarze Pfefferkörner
Salz
4 L Wasser

1. Möchte man ein saftiges Fleisch, legt man das Rindfleisch und die Markknochen in kochendes, leicht gesalztes Wasser.
Möchte man aber eine kräftige Suppe, legt man das Fleisch und die Knochen in kaltes, leicht gesalztes Wasser ein.
2. Ca. anderthalb Stunden langsam, nicht zugedeckt köcheln. Zwischendurch den sich bildenden Schaum abschöpfen.
3. Das geputzte Wurzelgemüse (Zwiebel, Karotten, Sellerie, Lauch, Petersilie) und Salz, Pfeffer zugeben und ca. eine weitere 1/2 Stunde köcheln, bis das Fleisch gar ist. (Karotten machen die Suppe süßlich, zu viel Lauch färbt die Suppe grünlich und man darf nicht vergessen, dass Sellerie einen sehr intensiven Geschmack hat.)
4. Wann weiß man, dass das Fleisch gar ist? Man sticht mit einer Strick- oder Rouladennadel ins Fleisch und wenn sich kaum ein Widerstand feststellen lässt, so ist das Fleisch perfekt.
5. Sollte das Fleisch nicht sofort serviert werden, ist es ratsam, es im kalten Wasser abzuschrecken und darin auskühlen zu lassen, dadurch trocknet das Fleisch nicht aus und es behält die frische Farbe. Die Suppe abschmecken, absieben und servieren.